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Pressemitteilung

Restart Career und Trendence: Neue CV-Best-Practices-Studie

62 HR- und Recruiting-Verantwortliche geben Einblick in die Praxis: Wie Recruiter Lebensläufe wirklich lesen, worauf sie achten und was Bewerbende besser weglassen. Die wichtigsten Ergebnisse: Struktur schlägt Design, Wirkung schlägt Aufgabenlisten, und Lücken sollten sachlich erklärt werden.

9. April 2026

Hamburg, 04.09.2026 – Wie viel Zeit nehmen sich Recruiter für einen Lebenslauf? Welche Informationen bleiben hängen? Und welche Rolle spielen Design, Bewerbermanagement-Systeme und Lücken im CV? Gemeinsam mit dem Trendence Institut hat die Restart Career GmbH 62 Recruiterinnen, Recruiter, HR Business Partner und HR-Leitungen aus Unternehmen verschiedener Größen und Branchen befragt. Die Ergebnisse und die Erfahrung aus tausenden Karriere-Coachings sind in den neuen Leitfaden „Der Lebenslauf, den Recruiter lesen wollen“ eingeflossen.

 

Die Studie verbindet eine empirische Perspektive mit der praktischen Erfahrung aus dem Karrierecoaching. Befragt wurden HR- und Recruiting-Verantwortliche aus zwölf Branchen – von Industrie und IT über Handel bis zum öffentlichen Sektor. Die Antworten zeigen, was im Bewerbungsprozess tatsächlich zählt und welche verbreiteten CV-Regeln einer Überprüfung in der Praxis nicht standhalten.

 

Struktur ist wichtiger als Design

Das zentrale Ergebnis der Befragung ist eindeutig: Für 83 Prozent der Befragten ist eine klare Struktur wichtiger als ein individuelles Design. Aufwendige Grafiken, Skill-Balken oder dekorative Elemente schaffen dagegen kaum einen Vorteil und können die maschinelle Auslesbarkeit sogar beeinträchtigen.

 

Empfohlen werden ein übersichtlicher Aufbau, eine vertraute Reihenfolge und ausreichend Weißraum. Der Lebenslauf sollte als echter PDF-Export vorliegen, mit marktüblichen Jobtiteln arbeiten und die wichtigsten Inhalte nicht in Tabellen, Textfeldern oder grafischen Formen verstecken. Als optimale Länge gelten für 72 Prozent der Befragten ein bis zwei Seiten.

„Rund um den Lebenslauf gibt es viele Regeln – und noch mehr Meinungen. Wir wollten wissen, was davon in der Praxis wirklich zählt“, sagt Robindro Ullah, Geschäftsführer des Trendence Instituts. „Die Ergebnisse sind erfreulich klar: Recruiter brauchen keine Designshow, sondern schnelle Orientierung. Ein guter Lebenslauf macht nachvollziehbar, wer jemand beruflich ist, was die Person kann und welchen Beitrag sie geleistet hat.“

 

Recruiter lesen schnell – aber nicht oberflächlich

Die Ergebnisse zeigen, dass Recruiter Lebensläufe zunächst scannen und erst dann genauer lesen. Bekannte Jobtitel, klare Zeiträume, verständliche Überschriften und relevante Schlüsselbegriffe helfen dabei, in wenigen Sekunden einzuordnen, ob ein Profil grundsätzlich zur Position passt. Für den nächsten Schritt braucht es konkrete Anhaltspunkte: Zahlen, Größenordnungen und sichtbare Ergebnisse.

 

Die Studie empfiehlt deshalb, berufliche Stationen nicht nur über Aufgaben zu beschreiben. Aussagekräftiger sind Formulierungen, die zeigen, was eine Person tatsächlich bewirkt hat – etwa durch eine messbare Verbesserung, eine übernommene Verantwortung oder ein umgesetztes Projekt. Für die wichtigsten Stationen eignet sich die STAR-Logik: Situation, Aufgabe, Handlung und Ergebnis.

 

Mensch und Maschine müssen den CV verstehen

Fast drei Viertel der befragten Unternehmen setzen ein Bewerbermanagement-System ein. Gleichzeitig bleibt die menschliche Prüfung entscheidend: Unter den Unternehmen mit einem solchen System schauen sich 96 Prozent den Lebenslauf zusätzlich selbst im Original an. Nur 16 Prozent vertrauen darauf, dass die Technik alle relevanten Informationen korrekt ausliest.

Für Bewerberinnen und Bewerber bedeutet das: Der Lebenslauf muss sowohl maschinenlesbar als auch für Menschen schnell verständlich sein. Dazu gehören ein klarer Aufbau, konsistente Überschriften und natürliche Keywords aus der Stellenausschreibung. Ein PDF als echter Export ist einem Screenshot vorzuziehen; wichtige Informationen sollten nicht ausschließlich in Kopf- oder Fußzeilen stehen.

 

„Die Studie bestätigt vieles, was wir in unseren Coachings täglich sehen: Ein Lebenslauf muss nicht spektakulär aussehen, sondern die richtige Information im richtigen Moment liefern“, sagt Dr. Sabrina Zeplin, Gründerin und Geschäftsführerin der Restart Career GmbH. „Wer Wirkung statt bloßer Aufgaben beschreibt, sein Profil auf die Zielrolle zuschneidet und auch Übergänge klar benennt, schafft Orientierung und erhöht die Wahrscheinlichkeit, dass Recruiter genauer hinschauen.“

 

Lücken sind erklärbar – und kein Grund für Rechtfertigungen

Ein weiteres klares Ergebnis betrifft Lücken im Lebenslauf: 81 Prozent der Befragten erwarten, dass solche Zeiträume erklärt werden. Dafür reicht in der Regel eine sachliche Zeile mit Monat und Jahr. Beispiele sind berufliche Neuorientierung, Weiterbildung, Elternzeit, eine familiäre Auszeit oder Arbeitssuche nach einem Projektende.

 

Der Leitfaden empfiehlt, Lücken wie jede andere Station im Lebenslauf zu behandeln: konkret, transparent und ohne Rechtfertigung. Auch ein bestehendes Arbeitsverhältnis lässt sich klar darstellen – etwa mit dem Hinweis „seit 09/2025“ oder, wenn bereits gekündigt wurde, mit dem Zusatz „sofort verfügbar“.

 

Der Lebenslauf als Startpunkt für den nächsten beruflichen Schritt

Der neue Leitfaden bündelt die Ergebnisse der Befragung und den Experteninput der Restart-Career-Coaches. Er gibt konkrete Empfehlungen zu Aufbau, Länge, Format, Kurzprofil, Skills, Berufserfahrung, Foto, Geburtsdatum, Hobbys und Lücken. Eine Checkliste am Ende unterstützt dabei, den eigenen Lebenslauf vor dem Versand systematisch zu prüfen.

 

„Mit dem Leitfaden wollen wir Bewerberinnen und Bewerbern eine fundierte Grundlage für ihren nächsten Schritt geben“, sagt Dr. Sabrina Zeplin. „Ein guter CV ersetzt keine persönliche Geschichte. Aber er kann dafür sorgen, dass diese Geschichte gelesen werden möchte.“

Der Leitfaden „Der Lebenslauf, den Recruiter lesen wollen“ wurde von Restart Career gemeinsam mit dem Trendence Institut entwickelt und steht als praxisorientierte Orientierung für Menschen in beruflicher Neuorientierung und Bewerbungssituationen zur Verfügung.

 

Über Restart Career

Die Restart Career GmbH mit Sitz in Hamburg ist bundesweit tätig und zählt zu den modernen Anbietern für Karriereberatung, Outplacement und berufliche Neuorientierung. Das Unternehmen begleitet Fach- und Führungskräfte bei der Entwicklung neuer beruflicher Perspektiven und berät Unternehmen bei Trennungs- und Veränderungsprozessen.

Restart Career verbindet persönliche Beratung mit digitalen, skalierbaren und praxisnahen Methoden. Zum Angebot gehören Outplacement- und Newplacement-Programme, Perspektivenberatung sowie Trainings für Trennungsgespräche. Als dynamisch wachsendes Unternehmen entwickelt Restart Career seine Leistungen kontinuierlich weiter und schafft moderne Lösungen für Menschen und Organisationen in einer sich wandelnden Arbeitswelt. Mehr unter www.restartcareer.de.

 

Über das Trendence Institut

Das Trendence Institut ist auf Arbeitsmarkt-, Recruiting- und Karrieredaten spezialisiert. Es befragt regelmäßig Schülerinnen und Schüler, Studierende, Absolventinnen und Absolventen sowie Berufstätige zu ihren Arbeitgeberpräferenzen und Karriereentscheidungen und macht Entwicklungen auf dem Arbeitsmarkt sichtbar. Mehr unter www.trendence.com.

 

Pressekontakt

Restart Career GmbH

E-Mail: kontakt@restartcareer.de

Telefon: +49 40 5730 8700

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